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Lagerstrategien im Überblick – welches System passt zu Ihrem Unternehmen?
Für reibungslose Abläufe im Lager, für kurze Zugriffszeiten und eine wirtschaftliche Bestandsführung ist eine effiziente Lagerstrategie wichtig. Moderne Technik und intelligente Lagerorganisation sind dabei nur die halbe Miete. Erst durch klar definierte Lagerprinzipien entsteht eine Struktur, die Kosten senken, Fehler reduzieren und den Warenfluss optimieren kann. Besonders in dynamischen Logistikprozessen, sei es im Onlinehandel oder bei der industriellen Fertigung, beeinflusst die Wahl der passenden Lagerstrategie maßgeblich die Leistungsfähigkeit eines Betriebs.
Warum Lagerstrategien so wichtig sind
Ob Palettenregal, Fachbodenregal, Durchlaufregal oder automatisiertes System, jede Lagerumgebung benötigt klare Regeln für die Wareneinlagerung und -entnahme. Die Lagerstrategie legt dabei fest, in welcher Reihenfolge Waren eingelagert und entnommen werden dürfen, beziehungsweise müssen. Dadurch lassen sich Haltbarkeit, Umschlagshäufigkeit und Platzbedarf optimal steuern. Unternehmen, die auf definierte Lagerprinzipien setzen, profitieren von höherer Bestandsgenauigkeit, weniger Verderb und einer deutlich verbesserten Lagerleistung.
Zu den bekanntesten Methoden zählen das FiFo-Prinzip, Varianten wie FeFo sowie spezielle Strategien für automatisierte Systeme. Jedes dieser Lagerprinzipien verfolgt ein eigenes Ziel und ist für unterschiedliche Warenstrukturen geeignet.
Das FiFo-Prinzip – ein Klassiker für Frisches, Schnelles und Sensibles
Die Strategie „First In – First Out“ wird FiFo-Prinzip genannt und ist eine der verbreitetsten Lagerstrategien. Die zuerst eingelagerte Ware wird auch zuerst entnommen. Besonders bei verderblichen Gütern oder Produkten mit begrenzter Haltbarkeit ist das FiFo-Prinzip der Standard. Es verhindert, dass Ware zu lange im Regal bleibt, mindert Abschreibungen und steigert die Produktsicherheit.
In Palettenregalen wird das FiFo-Prinzip oft durch Durchlaufregale unterstützt, in denen die Ware automatisch nachrutscht. Auch in Kommissionierbereichen sorgt FiFo für eine klare Struktur und übersichtliche Bestände.
LiFo und FiFo – zwei Lagerstrategien im Vergleich
LiFo funktioniert andersherum als FiFo, das auf Chronologie setzt. LiFo wird in Unternehmen, die FiFo aus produktionstechnischen Gründen nicht durchgängig anwenden können, genutzt. Es bedeutet: Last in – First out. Die zuletzt eingelagerte Ware wird als erste wieder entnommen.
LiFo eignet sich besonders in Lagern, in denen die Waren physisch schwer zugänglich sind oder nur von einer Seite aus ein- und ausgelagert werden können. Wenn etwa in Blocklagern, bei Schüttgut oder bei gestapelten Paletten ein Umschichten der älteren Ware kaum möglich ist, ergibt sich dieses Vorgehen praktisch von selbst. Gleichzeitig ist LiFo ideal für Produkte, die weder Haltbarkeitsprobleme noch Qualitätsverluste durch längere Lagerzeit aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Baustoffe, Metalle, Montagematerial oder robuste Ersatzteile, deren Alter für den späteren Gebrauch keine Rolle spielt und die sich dadurch problemlos nach dem Last-in-first-out-Prinzip entnehmen lassen.
FeFo – wenn das Verfallsdatum entscheidet
Das FeFo-Prinzip (First expired – First out) ist eine Weiterentwicklung des FiFo-Prinzips. Hier wird nicht der Zeitpunkt der Einlagerung, sondern das Mindesthaltbarkeitsdatum als Priorität herangezogen. Dieses Lagerprinzip findet sich vor allem in Bereichen wie Lebensmittelproduktion, Pharmazie oder Kosmetik.
FeFo stellt sicher, dass Produkte mit dem frühesten Ablaufdatum bevorzugt ausgelagert werden, was zur Produktsicherheit und zur Vermeidung von Verlusten beiträgt.
Weitere Lagerstrategien und ihre Stärken
Neben LiFo, FiFo und FeFo gibt es weitere Lagerprinzipien, die in bestimmten Prozessen Vorteile bringen:
- HiFo (Highest in – First out): Teure Ware wird zuerst genutzt oder ausgelagert.
- LoFo (Lowest in – First out): Günstige Ware wird zuerst bewegt – beispielsweise zur Bestandsbereinigung.
- ABC-XYZ-Analyse: Waren werden nach Wertigkeit (ABC) und Verbrauchsregelmäßigkeit (XYZ) klassifiziert, um Lagerflächen und Zugriffszeiten optimal zuzuordnen.
- Schnelldreher-/Langsamdreher-Prinzip: Artikel mit hoher Umschlagsgeschwindigkeit werden griffnah platziert, langsam drehende Artikel in entfernteren Bereichen.
- Chaotische Lagerhaltung: Ideal für automatische Systeme oder flexible Logistikzentren. Die Ware wird dort eingelagert, wo gerade Platz ist. IT-Systeme steuern den Überblick.
Diese Varianten ergänzen klassische Lagerstrategien, wenn Spezialanforderungen bestehen oder die Lagertechnik besondere Flexibilität verlangt.
Welche Lagerstrategie ist die richtige?
Die passende Lagerstrategie hängt immer von Ihren Produkten, Prozessen und der vorhandenen Lagereinrichtung ab. Unternehmen, die kühlpflichtige oder empfindliche Güter handeln, kommen am FiFo-Prinzip kaum vorbei. Wer hingegen mit Massengütern arbeitet oder unterschiedliche Chargen wirtschaftlich steuern möchte, profitiert möglicherweise von ergänzenden Lagerprinzipien wie FeFo oder HiFo.
Ein professionelles Regal- und Lagersystem unterstützt jede dieser Strategien – von der einfachen Palettenlagerung bis zu komplexen Durchlauf- oder automatisierten Regalanlagen.
Wenn Sie herausfinden möchten, welche Lagerstrategie Ihr Unternehmen effizienter macht, berät TOPREGAL Sie gern individuell und praxisnah. Kontaktieren Sie uns!