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Karriere mit Perspektive
Karrierewege verlaufen selten geradlinig. Manchmal beginnen sie mit einem Neuanfang in einem neuen Land, einer neuen Sprache und einem neuen beruflichen Umfeld. So spielt die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland für viele Unternehmen in Deutschland eine wichtige Rolle, um Fach- und Arbeitskräftemangel zu begegnen und das Unternehmenswachstum zu befördern. Der aus Syrien stammende Imad Shaker. lebt seit 2016 in Deutschland und ist heute Teamleiter im Technischen Vertrieb der TOPREGAL GmbH. Sein Weg führte ihn vom praktischen Einstieg in der Montage über eine kaufmännische Ausbildung bis in eine Führungsposition im Unternehmen. Im Interview spricht er über prägende Stationen seines Werdegangs, über Lernen und Weiterentwicklung sowie darüber, was Vertrauen, Engagement und Perspektiven im Arbeitsalltag bewirken können.
Seit 2016 leben Sie in Stuttgart – wie verlief Ihr Weg von Syrien nach Deutschland?
„Wegen des Kriegs entschied ich mich 2012 dazu, Syrien zu verlassen – da war ich 23 Jahre alt. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen: ich machte mich allein auf den Weg und ließ meine Eltern, meine Geschwister und mein altes Leben zurück. Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt bereits eine kleine Firma aufgebaut – und doch verließ ich das Land schließlich in Richtung Libyen. Dort blieb ich fast 4 Jahre: ich baute mir erneut einen kleinen Betrieb auf und stellte Fenster, Türen sowie Küchen her und baute diese bei meinen Kunden ein. Einer meiner Brüder und meine Schwester folgten mir in das nordafrikanische Land. Doch der Krieg erreichte mich auch dort: irgendwann wurden Flughäfen und Grenzen geschlossen. Weil ich mich nicht sicher fühlte, bin ich mit meinen Geschwistern gemeinsam letztlich mit einem Boot nach Italien aufgebrochen. Von dort ging es zunächst in die Schweiz, bevor ich Ende 2016 schließlich nach Deutschland kam.“
Wie war es in einem fremden Land anzukommen und ein neues Leben zu beginnen?
„Ich fühlte mich sicher in Deutschland. Und trotzdem war ich wieder in einem neuen Land und musste wieder von vorne beginnen – zum dritten Mal. Hinzu kamen die für mich neue Sprache und die deutsche Bürokratie. Ich musste viele Behördengänge erledigen. Während ich auf meine Aufenthaltsgenehmigung gewartet habe, versuchte ich bereits mithilfe von YouTube-Videos Deutsch zu lernen. Nachdem die Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, durfte ich auch an einem Deutschkurs teilnehmen. Das war für mich sehr wichtig, um die Menschen verstehen zu können und die Kultur kennenzulernen. Nebenher habe ich außerdem als Minijobber in einem Supermarkt gearbeitet. So kam ich Schritt für Schritt besser in Deutschland an. Und schließlich erzählte mir meine Deutschlehrerin von einem Job bei TOPREGAL – und dieser sollte schließlich zu einem Wendepunkt in meinem Leben werden.“
Heute sind Sie Teamleiter – wie sah Ihr Weg bei TOPREGAL aus?
„Ich fing 2019 bei TOPREGAL in der Montage an und baute Schwerlastregale, Lagerbühnen und Hallenbüros auf. Nach anderthalb Jahren machte ich zudem eine Weiterbildung zum Regalinspekteur, um auch Regale nach geltenden Vorschriften prüfen zu dürfen. Durch die gesammelte Erfahrung habe ich zusätzlich angefangen, im Kunden- und Außendienst zu arbeiten. Dazu gehören Kundenterminen vor Ort, Regalplanung, Zeichnungen und 3D-Modelle sowie Angebote erstellen. Da meine Tätigkeiten auch mit Büroarbeiten einhergingen, entschieden meine Vorgesetzten und ich, dass eine Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement der nächste sinnvolle Schritt wäre. Das war etwas Besonderes, weil TOPREGAL eigentlich keine Ausbildungen anbietet – und so war ich der erste Azubi des Unternehmens. Nach der abgeschlossenen Ausbildung bin ich dann Teamleiter im Technischen Vertrieb geworden und übernehme nun die Teamorganisation sowie Projektplanungen und unterstütze mein Team weiterhin im Tagesgeschäft und bei Außendienstterminen.“
Was macht die Arbeit bei TOPREGAL für Sie zu etwas Besonderem?
„Ich wurde von Anfang an freundlich aufgenommen. Mittlerweile sind die Kollegen und Vorgesetzten wie eine Familie für mich. Alle sind hilfsbereit und haben mich immer unterstützt, es herrscht ein respektvoller Umgang. Gleichzeitig wird gute Arbeit honoriert. Es herrscht eine offene Kommunikation mit Vorgesetzten, man kann Ideen einbringen, die auch ernst genommen werden. Ich konnte die Unternehmensentwicklung und das Wachstum miterleben: Als ich bei TOPREGAL angefangen habe, arbeiteten im Unternehmen etwa 60 Mitarbeiter. Mittlerweile sind wir über 250 und auch das Produktangebot hat sich deutlich vergrößert.“