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DIN EN 131 – Internationale Norm für Leitern

Die DIN-Norm EN 131 ist die Grundlage für den sicheren Einsatz von Leitern aller Art. Sie gilt europaweit und unterscheidet die Nutzergruppen „Professional“, also den Gebrauch von Leitern im gewerblichen Umfeld, und „Non-Professional“ für den Einsatz von Leitern durch Privatpersonen. In der EN 131 ist zum Beispiel vorgegeben, dass Leitern für eine Nutzlast von mindestens 150kg ausgelegt sein müssen und dass sie – vergleichbar mit der Regalprüfung – einmal im Jahr geprüft werden müssen. Die Prüfung dürfen nur befähigte Personen durchführen, die durch Ausbildung, Berufserfahrung und Schulung die Fähigkeit besitzen, um den Zustand einer Leiter richtig beurteilen zu können.

Formell besteht die DIN EN 1 aus den Teilen DIN EN 131-1 bis DIN EN 131-7. Die ersten drei Teile geben vor, wie Leitern genannt, gebaut, geprüft und gekennzeichnet werden müssen. Die vier weiteren Teile der DIN EN 131 befassen sich mit den Anforderungen, der Prüfung und deren Kennzeichnung von Leitern.

Für Anlegeleitern gelten seit 1. Januar 2018 strengere Vorgaben

Seit Anfang 2018 müssen alle tragbaren Anlegeleitern ab 3m Länge einen erweiterten Standfuß haben. Diese zum 1. Januar 2018 in Kraft getretene Vorgabe macht die DIN EN 131. Sie kann auf verschiedene Art umgesetzt werden, etwa durch die konische Bauweise, mit einer am Leiterfuß quer angebrachten Traverse oder anhand von zusätzlichen Stützarmen, insbesondere für einzeln verwendete Leiterteile. Die Mindestlänge der Erweiterung ist abhängig von der Gesamtlänge, kann aber durch den Hersteller auf 1,2m begrenzt werden. Leitern im Bestand können zum Beispiel mit der Montage einer Quertraverse nachgerüstet und weiter betrieben werden.

Sämtliche bei TOPREGAL bestellbaren Leitern entsprechen den geltenden Richtlinien und den Vorgaben der DIN EN 131.

DGUV 108-007

Für das Regelwerk zum Betrieb von Lagereinrichtungen ist die Regel DGUV 108-007 von grundlegender Bedeutung. Herausgeber ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV). Sie wurde im Oktober 1988 erlassen, eine aktualisierte Nachdruckfassung wurde im September 2006 veröffentlicht. Die DGUV 108-007 hat die zentralen Aspekte der Berufsgenossenschaftlichen Regeln BGR 234 aufgenommen. Ein zentraler Bestandteil der DGUV 108-007 sowie der DIN EN 15635 sind die Vorgaben zur Regalinspektion. Die DGUV 108-007 steht hier zum Download bereit.

DIN EN 15635:2008

Für Stahlregale ist die seit August 2009 gültige europäische Norm DIN EN 15635 „Ortsfeste Regalsysteme aus Stahl – Anwendungen und Wartung von Lagereinrichtungen“ anzuwenden. Die europäische Norm stuft Lagereinrichtungen und Regale als Arbeitsmittel ein, die der Betriebssicherheitsverordnung unterliegen und nach § 10 der BetrSichV von einer befähigten Person kontrolliert werden müssen. Der Ablauf der Kontrollen wird in der Norm festgelegt. Verantwortlich dafür sind die jeweiligen Unternehmer in ihrer Funktion als Arbeitgeber.

Die Norm unterscheidet zwischen einer „Experteninspektion“, die mindestens alle zwölf Monate durch eine „fachkundige Person“ durchzuführen ist, und anderen Inspektionen oder Sichtkontrollen, die in kürzeren Zeitabständen zu erfolgen haben (wöchentlich oder in Abständen, die auf der Grundlage einer Risikoanalyse durch den Lagerverantwortlichen festzulegen sind.)

TOPREGAL® hat selbst hauseigene Regalprüfer, die als „befähigte Personen“ im Sinne der DIN EN 15635 ausgebildet und zertifiziert sind. Sie sind dazu ausgebildet, die jährliche Regalinspektion („Experteninspektion“) durchzuführen. Dabei werden die Regale vor Ort geprüft sowie ein Prüfprotokoll erstellt. Im Anschluss werden die Regale mit der entsprechen Prüfplakette gekennzeichnet.

Distanzstück

Distanzstücke eignen sich, um Reihen von Lagerregalen oder Palettenregalen parallel zu stellen oder an der Wand zu befestigen. Für mehr Sicherheit in der Lagerhalle empfiehlt TOPREGAL® bei Palettenregal- und Weitspannregalständern zwei Distanzstücke bis zu einer Höhe von 300cm und drei Distanzstücke ab 300cm Höhe. Jedes Distanzstück ist wie der entsprechende Regalständer im Farbton RAL 5005 lackiert.

Doppelregale


Doppelregale stehen parallel zueinander und eine Warenaufnahme kann von beiden Seiten erfolgen. Bei der Lagerplanung werden diese Regale meistens in der Mitte aufgestellt und bilden somit Arbeitsgänge. Das Regal und die darauf gelagerten Güter können in diesem Fall durch einen Anfahrschutz L-Form (Eckförmig, an jeder Ecke) geschützt werden z.B. vor versehentlichem Rammen durch den Stapler

 


Doppelseitiges Kragarmregal

Doppelseitige Kragarmregale bestehen aus Ständern in T-Form, an denen Kragarme befestigt werden (beidseitig beim Doppelseitigen). Diagonalstreben verbinden die einzelnen Ständer miteinander. Kragarmregale dienen zur Lagerung von Langgut z.B. Rohre, Bretter, Stäbe oder lange Metallgüter. Dabei beträgt die Ständerlast in der doppelseitigen Variante für sehr schwere Lasten bis zu 6.000kgDie beiden Ständer werden durch Bolzenanker (M16 x 120 mm) mit dem Fußteil verankert und im Boden befestigtZu beachten ist, dass die einzelnen Kragarme nicht über die Fußteile hinausragen. Um die gelagerte Ware vor Herabfallen zu schützen, können sogenannte Abrollsicherungen an die Kragarme angebracht werden. 

TOPREGAL  hat unterschiedliche Varianten von Kragarmregalen für leichte-, mittelschwere- und schwere Lasten sowie optional in feuerverzinkter Ausführung im Sortiment.

Drive-in-Lager

Als Drive-in-Lager wird ein Regal mit einer offenen Bedienseite bezeichnet, in die das Flurförderfahrzeug hineinfahren kann (Einfahregal) und die Ware (meist auf Palette gelagert) vor dem letzten Warenstapel absetzt. Es wird nach dem LIFO-Prinzip („Last In – First Out“) gelagert, da die zuletzt eingelagerte Einheit zuerst abgeholt wird.

Drive-in-Lager eignen sich für große Menge nicht stapelbarer Ware. In jeder Regalgasse wird nur ein Artikel oder eine Charge gelagert. Der Vorteil einer hohen Lagerdichte steht einem insgesamt langsamen Zugriff auf die gelagerte Ware gegenüber.

Durchfahrregale


Diese Lagerung der Ware erfolgt ähnlich wie bei dem Durchlaufregal. Die Ware kann übereinander und auf mehreren Ebenen gelagert werden. Die Ware wird auf Regalböden gelagert. Die beiden Seiten des Regales sind offen, damit  eine Lagerung nach dem FiFo-Prinzip gegeben ist d.h. die Ware, die als erstes eingelagert wird, steht bei der Entnahme an erster Stelle. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass eine geringe Einschränkung vorliegt, da eine Entnahme der Ware aus den obersten Ebenen aufgrund der unten eingelagerten Ware nicht möglich ist. Die Bedienung erfolgt mit dem Stapler, der nicht breiter als die Palette selbst sein darf.


Durchfahrten bei Regalanlagen


Je nach Aufstellung und Standposition der Regale in einer Lagerhalle sind Durchfahrten notwendig. In diesem Fall, müssen die Lagermitarbeiter durch das Regal hindurch fahren z.B. mit einem Gabelstapler. Es ist hierbei besonders wichtig, dass die Sicherheit der Mitarbeiter vor dem Herabfallen der gelagerten Ware vorhanden ist. Über dieser Durchfahrt muss eine Abdeckung wie z.B. Einlegeböden aus Holz, Stahl oder Gitterrost angebracht werden.